Fährrouten nach Sardinien: Welche Verbindungen gibt es?
Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und nur per Flugzeug oder Fähre erreichbar. Wer mit dem Auto, Wohnmobil oder Motorrad reist, kommt um die Fähre nicht herum. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Routen von verschiedenen Abfahrtshäfen – sowohl aus Italien als auch aus Frankreich und Spanien.
Die wichtigsten Abfahrtshäfen auf dem Festland
Je nachdem, von wo Sie anreisen, bieten sich unterschiedliche Abfahrtshäfen an:
- Genua (Genova) – Der klassische Ausgangspunkt für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lange, aber komfortable Nachtüberfahrten.
- Livorno – Günstiger Ausgangspunkt für Reisende aus Mittelitalien oder der Toskana.
- Civitavecchia – Nahe Rom; ideal für Reisende, die vorher die Hauptstadt besuchen.
- Piombino – Kürzere Route nach Olbia; gute Alternative zu Livorno.
- Nizza / Toulon (Frankreich) – Für Reisende, die durch Südfrankreich fahren.
- Barcelona (Spanien) – Lange Überfahrt, aber direkte Verbindung nach Porto Torres.
- Palermo / Neapel – Verbindungen aus Süditalien und Sizilien.
Die wichtigsten Zielhäfen auf Sardinien
Auf sardinischer Seite laufen die Fähren folgende Häfen an:
- Olbia – Größter Fährhafen der Insel; ideal für die Costa Smeralda und Nordosten.
- Cagliari – Hauptstadt im Süden; Verbindungen von Genua, Livorno, Palermo und Neapel.
- Porto Torres – Nordwesten; Verbindungen von Genua, Barcelona und Marseille.
- Arbatax – Ostküste; ruhigerer Hafen, weniger Verbindungen.
Routenvergleich nach Reisezeit
| Abfahrtshafen | Zielhafen | Fahrtdauer (ca.) |
|---|---|---|
| Genua | Olbia | 12–13 Stunden |
| Genua | Porto Torres | 11–12 Stunden |
| Genua | Cagliari | ca. 20 Stunden |
| Livorno | Olbia | 8–10 Stunden |
| Civitavecchia | Cagliari | ca. 14 Stunden |
| Barcelona | Porto Torres | ca. 12 Stunden |
Welche Route ist die beste für Reisende aus dem DACH-Raum?
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Genua die mit Abstand beliebteste Abfahrtsstadt. Die Autofahrt von München nach Genua beträgt beispielsweise rund 4,5 Stunden. Von Genua aus können Sie bequem eine Nachtfähre nehmen und morgens ausgeruht in Sardinien ankommen.
Wer mehr Abwechslung möchte, kann die Hinfahrt über Genua und die Rückfahrt über Livorno oder Civitavecchia planen – so lässt sich eine Rundreise durch Norditalien oder die Toskana einbauen.
Saisonale Verfügbarkeit beachten
Nicht alle Routen werden ganzjährig angeboten. Während die Verbindungen ab Genua meist das ganze Jahr über fahren, werden manche Routen – wie etwa ab Barcelona – nur in der Hochsaison (Mai bis Oktober) betrieben. Planen Sie frühzeitig und prüfen Sie die aktuellen Fahrpläne direkt bei den Reedereien.